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• Grundsätzliches
1. Das Spiel wird von zwei Personen gespielt.
4. Zur Eröffnung wirft jeder Spieler einen einzigen Würfel. Bei gleicher Augenzahl ist ein weiterer Eröffnungswurf notwendig. Wer die höhere Augenzahl wirft,
gewinnt die Eröffnung und setzt bei seiner ersten Spielrunde die Augen, die auf den beiden Würfel angezeigt sind. Danach würfeln die Spieler abwechselnd mit zwei
Würfeln.
9. Das Ziehen der Steine besteht in einer (gegebenenfalls wiederholten) oder mehreren der folgenden Handlungen:
18. Ein Fehler in der Aufstellung der Steine muss korrigiert werden, wenn einer der Spieler ihn bemerkt, bevor die zweite Runde des Spiels abgeschlossen ist.
Es liegt in der Verantwortung beider Spieler, sich darum zu kümmern, dass der Verdopplungswürfel zu Beginn des Spiels in der Mitte liegt. Im Falle eines Streits betreffend der
Lage oder des Standes des Verdopplungswürfels wird zu jeder Zeit die Position, in der er liegt, als richtig anerkannt. Augenscheinliche Unstimmigkeiten (z.B. wenn der Würfel mit
der Augenzahl 8 in der Mitte liegt) werden von der Turnierleitung berichtigt.
21. Der Spieler, der zuerst alle seine Steine abgetragen hat, hat das Spiel gewonnen. Ein Gammon (zweifacher Sieg) ist dann errungen, wenn der Gegner noch
keinen einzigen Stein abgetragen hat. Das Spiel zählt dann doppelt. Ein Backgammon (dreifacher Sieg) ist dann errungen, wenn der Gegner noch keinen Stein abtragen konnte und noch
mindestens einen Stein im Heimfeld des Siegers oder auf der Bar stehen hat. Das Spiel zählt dann dreifach.
22. So erhöht sich der Spielwert: Jeder Spieler hat das Recht, als erster eine Verdoppelung des Spielwerts anzubieten. Danach wechselt das Recht des erneuten
Verdoppelns und liegt immer bei dem Spieler, der die vorhergehende Verdoppelung akzeptiert hat. Ein Spieler kann nur verdoppeln bzw. erneut verdoppeln, wenn er mit dem Spielen an
der Reihe ist und bevor er gewürfelt hat. Die Würfel gelten auch dann als geworfen, wenn sie unkorrekt zu liegen kommen und noch einmal geworfen werden müssen, um als korrekter
Wurf zu gelten (siehe Regel 5). Das Angebot einer Verdoppelung kann angenommen oder abgelehnt werden. Bei Ablehnung ist das Spiel beendet und der ablehnende Spieler verliert mit
der Punktzahl, die vor dem Verdoppelungsangebot aufgelegt war. Der Spieler, der eine Verdoppelung anbieten will, legt den Verdoppelungswürfel (mit der entsprechenden Zahl nach
oben) auf die gegnerische Spielhälfte. Entschliesst sich der Spieler, der ein Verdoppelungsangebot erhält, die Verdoppelung zu akzeptieren, so nimmt er den Verdoppelungswürfel auf
und plaziert ihn in dem dafür vorgesehenen Fach auf seiner Seite. |
Spielanleitung
Das Ziel des
Spieles:
Das Spielziel besteht darin, seine eigenen Steine in das eigene Heimfeld zu bringen und sie dann von dort abzutragen. Hier muss die auf der Abbildung vorgegebene Laufrichtung
beachtet werden (man darf nie in die entgegengesetzte Richtung ziehen). Gewonnen hat der Spieler, der am schnellsten seine Spielsteine vom Brett gebracht hat.
Die
Ausgangsposition:
Es gibt verschiedene Arten von Backgammon, wir erklären hier die gebräuchlichste Version, so wie sie auch an allen internationalen Turnieren gespielt wird. Die
Startposition: Die Spitzen entsprechen Zahlen, die 1. Spitze oben rechts wird als 24er Punkt bezeichnet, dann wird abwärts gezählt. Die Steine des 1. Spielers werden so
gesetzt: 2 Steine auf 24, 5 Steine auf 13, 3 Steine auf 8, 5 Steine auf 6. Nun werden die Steine von Spieler 2 Spiegelverkehrt aufgestellt . Der 1.
Spieler spielt also von oben rechts nach unten rechts (in sein Heimfeld), der Gegner (aus seiner Sicht) von oben links nach unten links (ebenfalls in
sein Heimfeld). Man kann natürlich auch Spieler 1 von links oben nach links unten spielen lassen und dafür 2. Spieler von lrechts oben nach rechts unten.
Der Spielbeginn:
Zu Beginn des Spieles wird um den Start gewürfelt. Jeder Spieler darf hierbei mit nur einem Würfel würfeln. Der Spieler, der die höhere Zahl gewürfelt hat, beginnt. Er muss für
seinen ersten Zug die beiden Augenzahlen verwenden, die er und sein Spielpartner gewürfelt haben. Falls beide Spielpartner die gleiche Zahl würfeln, muss der Vorgang so lange
wiederholt werden, bis verschiedene Augenzahlen auf den Würfeln erscheinen.
Der Spielverlauf:
Nun dürfen für jeden Wurf zwei Würfel verwendet werden. Die beiden Spieler würfeln und ziehen abwechselnd.
Das Würfeln:
Die strengen Backgammonregeln schreiben vor, dass jeder Spieler auf dem Brett zu seiner rechten Hand würfelt. Der Wurf muss wiederholt werden, wenn
- ein Spieler nicht auf dem Brett zu seiner Rechten gewürfelt hat (der Gegner kann aber darauf bestehen, dass der Wurf trotzdem gezogen werden muss).
- wenn einer der beiden Würfel nicht Flach auf dem Brett liegt (brennende Würfel)
- wenn ein Spieler würfelt, bevor sein Spielpartner die Würfel vom Brett genommen hat (auch hier kann der Gegner darauf bestehen, dass der Wurf gezogen werden muss).
Das Ziehen:
Das Ziehen der Steine kann erfolgen, indem man die angegebenen Augenzahlen der beiden Würfel mit einem Stein zieht. Man kann aber auch zwei Steine mit den zwei verschiedenen
Augenzahlen der Würfel bewegen. Falls man mit einem Stein zieht, dürfen die Augenzahlen nicht einfach zusammengezählt werden. Es muss ein - den Augenzahlen entsprechender -
Zwischenhalt möglich sein. Da der Zwischenhalt von gegnerischen Spielsteinen besetzt sein kann, werden so einige (sonst mögliche) Züge ausgeschlossen. Beispiel: Weiß würfelt eine
3 und eine 4. Es steht dem Spieler nun frei, mit einem Stein 3+4 oder 4+3 Punkte oder mit zwei verschiedenen Steinen jeweils 3 und 4 Punkte zu ziehen. ACHTUNG: Beim Ziehen können
alle Punkte, ausser diejenigen auf denen zwei oder mehrere gegnerische Steine stehen, besetzt werden.
- Sonderform des Ziehens: Grundsätzlich müssen beide Zahlen, die die beiden Würfel anzeigen auch gezogen werden. Sollte nur das Ziehen der
einen oder der anderen Zahl möglich sein, muss die höhere der beiden Zahlen gezogen werden. Die niedrigere Zahl verfällt.
- Falsches Ziehen: Wenn ein Spieler einen Stein falsch gesetzt hat, darf der Spielpartner die Korrektur seines Irrtums verlangen. Diese
Korrektur darf nur dann erfolgen, wenn er selbst noch nicht gewürfelt hat. Hat er bereits gewürfelt, darf keine Korrektur mehr erfolgen.
Den gegnerischen Stein schlagen oder
"einen Hit machen":
Ein Spieler kann einen Stein des Gegners schlagen, wenn er beim Ziehen auf einem Punkt landet (oder einen Zwischenhalt einlegt), wo nur ein Stein des Gegners steht. Dieser
geschlagene Stein wird auf die Bar gestellt und muss wieder ganz von vorne beginnen.
Einen Stein wieder ins Spiel
bringen:
Der Spieler, der einen oder mehrere Steine auf der Bar stehen hat, muss diese wieder ins Spiel bringen, bevor er mit den anderen Steinen weiterziehen darf. Der Stein muss immer
vom Heimfeld des Gegners aus eingesetzt werden. Beispiel: wenn nur der 2er und 3er Punkt im Heimfeld des Gegners leer sind, und am 5er Punkt der Gegner einen Stein hat, kann der
Spieler mit den Augenzahlen 2, 3 oder 5 wieder ins Spiel kommen. Falls er die 5 würfelt, landet er sogar seinerseits einen Hit.
Pasch:
Ein Pasch ist ein Wurf, bei dem beide Würfel die gleiche Augenzahl zeigen. Bei diesem darf die gezeigte Augenzahl 4-mal gezogen werden. Das Ziehen erfolgt nun nach den bereits
bekannten Regeln. Beispiel: Ein Spieler würfelt zweimal die 3. Er kann nun mit einem Stein viermal 3 Punkte vorrücken. Er kann auch mit einem Stein dreimal 3 Punkte und mit einem
anderen Stein einmal 3 Punkte ziehen. Es besteht auch die Möglichkeit mit zwei verschiedenen Steinen zweimal 3 Punkte vorzurücken. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit mit
vier verschiedenen Steinen jeweils 3 Punkte zu ziehen.
Das Abtragen:
Es darf erst mit dem Abtragen begonnen werden, wenn sich alle 15 Steine im eigenen Heimfeld befinden. Dies geschieht, indem man seine Steine nach draussen würfelt. Beispiel: Wenn
2 Steine auf dem 3er Punkt, 2 Steine auf dem 2er Punkt und 1 Stein auf dem 1er Punkt stehen, kann man zum Beispiel mit dem Wurf 5-2 einen Stein vom 3er Punkt und einen Stein vom
2er Punkt herausnehmen. Man kann aber auch die 5-2 anders spielen, zum Beispiel einen Stein vom 3er Punkt rausnehmen und die 2 vom 3er Punkt auf den 1er Punkt spielen. Dies ist
vor allem dann wichtig, wenn der Gegner noch einen Spielstein einspielen muss. Falls man beim Ausspielen der Steine von einem gegnerischen Stein geschlagen wird, muss man diesen
wieder im gegnerischen Heimfeld ins Spiel bringen. Man kann erst wieder mit dem Abtragen der Steine beginnen, wenn der Stein wieder im eigenen Heimfeld ist.
Gewinnstufen:
Der einfache Sieg: Sieger ist, wer alle Steine abgetragen hat, bevor der Gegner seinen letzten Stein abgetragen hat (der Sieger gewinnt den einfachen Einsatz). Der Gammon Gewinn:
Der Sieger hat alle Steine abgetragen, der Gegner noch keinen einzigen (der Sieger gewinnt den doppelten Einsatz). Der Backgammon Gewinn: Der Sieger hat alle Steine abgetragen,
der Gegner noch keinen einzigen. Ausserdem befindet sich der Gegner noch mit einem oder mehreren Steinen auf der Bar oder im Heimfeld des Siegers (der Sieger gewinnt den
dreifachen Einsatz).
Chouette:
Hier spielen beliebig viele Spieler mit, wobei jeweils 2 Spieler die Steine bewegen und die Anderen zeitweise beratend zur Seite stehen.
Es spielt jeweils ein Spieler, genannt "die Box" gegen das Team. Ab 6 Spielern macht es Sinn der Box ein Partner zur Seite zu stellen.
Die Positionen der Spieler:
1. zu Beginn des Spiels wird ausgewürfelt wer in welcher Position beginnt
1.1. Wer die höchste Augenzahl wirft, beginnt in der Box
1.2. Die nächsthöhere Zahl wird Käpten (direkter Gegenspieler der Box)
1.3. Danach kommen die Berater des Käptens, in der Reihenfolge der gewürfelten Augenzahl.
2. Punkte Notierung:
Ein erfahrener Spieler wird zum Schreiber bestimmt. Dieser bereitet das Protokoll vor:
- jeder Spieler erhält eine Spalte.
- Käpten und Teammitglieder spielen um einen Punkt, die Box spielt um die Anzahl Punkte analog der
Grösse des Teams.
- nach jedem Spiel werden den einzelnen Spielern ihre + oder - Punkte angerechnet. Die Summe jeder
Zeile ergibt folglich immer 0.
3. Verdopplung:
3.1. jeder Spieler des Teams hat seinen eigenen Verdoppelungswürfel, diese Würfel liegen zu Beginn des
Spiels in der Mitte des Bretts.
3.2. Die Teamspieler verdoppeln unabhängig. Will ein Teamspieler doppeln, so bittet er den Kätpen mit
würfeln zu warten und verdoppelt. Danach sagt der Käpten ob er auch doppelt und die Mitspieler in
der Reihenfolge der Hierarchie.
3.3. Die Box verdoppelt immer an alle Gegenspieler.
3.4. Die Box darf Initial-Doppel geben ohne zu redoublen.
3.5. In der Couette wird mit der Jakoby-Rule gespielt. D.h. Gammon und Backgammon zählen nur 2x/3x
wenn zuvor gedoppelt wurde.
4. Beratung:
4.1. Nachdem ein Spieler gedoppelt hat, darf sich der Käpten mit ihm absprechen, dies gilt auch wenn der
Käpten noch nicht gedoppelt hat.
4.2. Die Entscheidungsgewalt liegt immer beim Käpten.
4.3. Doppelentscheidungen dürfen nicht beraten werden.
4.4. Verlässt ein Teammitglied vorübergehend den Tisch so soll er einen Statthalter bestimmen, welcher
für ihn entscheidet. Unterlässt er dies wird vom Käpten entschieden.
5. Verschiebung der Positionen:
5.1. Nach jedem Spiel verschiebt sich die Hirarchie.
5.1.1. Gewinnt die Box, darf sie das nächste Spiel wieder in der Box spielen. Der Käpten wird in
diesem Fall zum letzten Berater degradiert.
5.1.2. Wenn der Käpten gewinnt, darf er das nächste Spiel in der Box spielen, die Box wird letzter
Berater und die Teammitglieder rücken einen (virtuellen) Platz vor.
5.1.3. Wenn der Käpten eine Verdoppelung ablehnt, jedoch ein oder mehrere Teammitglieder
annehmen so spielt der Ranghöchste dieses Spiel gegen die Box zu Ende. Danach bleibt die Box
nur dann als Box bestehen (der Käpten wurde ja besiegt) wenn sie ein gesammthaft positives
Resultat aus diesem Spiel erziehlt. Ansonsten wird die Box zum letzten Berater, der Käpten zum
zweitletzten, der Ranghöchste Berater wird Box und der nächste Käpten.
6. Spielende
6.1. Die Spieler bestimmen einen Zeitpunkt wann sie die Chouette auflösen. Dies kann auch erst im Laufe
des Spieles geschehen.
6.2. Spieler dürfen jederzeit das Spiel verlassen. In diesem Fall werden ihnen von einem Spieler mit minus
Kontostand die + Punkte ausbezahlt. Ist der Spieler selbst im Minus, zahlt er einen Spieler mit plus
Kontostand aus. Die Punkte werden auf dem Protokoll entsprechend angepasst.
Backgammontreff Zürich